AAOS SDV-Systemarchitektur

Das Software-Defined Vehicle (SDV) für Android Automotive OS (AAOS) bietet eine modulare, dienstorientierte Architektur (SOA), die für Automotive-Compute-Domains der nächsten Generation über das Infotainment hinaus entwickelt wurde. Die AAOS SDV-Plattform basiert auf einem schlanken, schnell startenden Android-Fundament (Microdroid) und wird auf isolierten virtuellen Maschinen (VirtIO) ausgeführt, um die Startzeit und den Speicherbedarf zu reduzieren. Gleichzeitig wird die Fahrzeugkommunikation durch SOME/IP, VSIDL-Dienstbündel und die Integration von Vehicle HAL (VHAL) standardisiert.

So wird das Fahrzeug beispielsweise durch SDV schnell aktiviert, wenn sich ein Nutzer nähert. In einigen Konfigurationen zeigt SDV auch den Inhalt des Kombiinstruments an, wenn ein Nutzer mit dem Fahrzeug interagiert.

Integration mit Android Infotainment (AAOS IVI)

SDV wurde für die enge Integration in AAOS IVI (Android Automotive OS In-Vehicle Infotainment) entwickelt. Dies ermöglicht eine integrierte, sichere und erweiterte Kommunikation zwischen den beiden Systemen.

SDV wird als virtuelle Maschine ausgeführt

Die Architektur ist als Betriebssystem konzipiert, das auf einem VirtIO-fähigen Hypervisor in einer virtuellen Maschine ausgeführt wird. Das erleichtert das Testen und die Integration in der Cloud. Die Architektur bietet außerdem mehrere virtuelle Maschinen auf derselben CPU zur Isolation und ein plattformunabhängiges Design, das die Integrationskosten senkt.

SDV-Kommunikationsstack standardisieren

Ein Ziel der SDV-Initiative ist es, die Kosten für die Integration von Drittanbietersoftware zu senken. Ein wichtiger Bestandteil der SDV-Bemühungen ist die Standardisierung des internen Kommunikationsstacks für die Kommunikation zwischen Prozessen innerhalb einer virtuellen Maschine und mit anderen virtuellen Maschinen.

SDV verwendet auch vorhandene Android-Kommunikationstechnologien wie Binder, gRPC und FMQ. Sie sind in einer neuen API-Oberfläche zusammengefasst, die Flexibilität und ein Design bietet, das sich auf die Leistung von Fahrzeugen und Objektmodelle konzentriert.

Von Google entwickelte Automobilkomponenten

Zum Testen von SDV-Anwendungsfällen für die Automobilbranche entwickelt das Google SDV-Team mehrere gängige Automotive-Komponenten. Dazu gehören die Dienstorchestrierung, die Verwaltung des Fahrzeugenergiemodus, die SOME/IP-Integration und die Telemetrie.

Telemetrieunterstützung

Um die grundlegenden Anforderungen für OEMs zu erfüllen, ist ein gut konzipiertes Telemetriesystem erforderlich, mit dem sie ihre Fahrzeuge überwachen, das Systemverhalten verbessern und bestimmte Anwendungsfälle monetarisieren können. Die SDV-Architektur ist in die Fahrzeugtelemetrie integriert. Das Hauptziel der Telemetrie besteht darin, Fahrzeugdaten zu erheben, ohne dass ein Update erforderlich ist.

Telemetrie definiert eine neue Sprache, die in Protobuf entworfen wurde und Datenerfassungsszenarien ausdrückt. Diese Sprache definiert die Datenerfassung von SOA-Diensten, die Verarbeitung von Daten am Edge und die Erstellung von Messwertberichten für die Telemetrieanwendung zum Hochladen. Die Telemetrie umfasst ein Cloud-Backend zum Generieren und Validieren von Messwertkonfigurationen, bevor sie an das Fahrzeug gesendet werden.

Google Cloud-Integration für die Softwareentwicklung

Ein Vorteil von SDV ist, dass Sie SDV-Software direkt in der Cloud simulieren und entwickeln können, mit oder ohne spezielle lokale Hardware. SDV nutzt vorhandene Google-Technologien wie Cuttlefish. Das SDV-Team arbeitet mit seinen Partnerteams zusammen, um die Unterstützung für seine speziellen Anforderungen wie die Topologie mit mehreren virtuellen Maschinen zu überprüfen.

Diese Technologie unterstützt auch Continuous Integration und Continuous Delivery (CI/CD) in der Infrastruktur von Google Cloud, bevor neue Softwareupdates auf dem Fahrzeug bereitgestellt werden.

Benutzeroberfläche für Fahrzeuginstrumente aktivieren

SDV ermöglicht die Benutzeroberfläche des Clusterinstruments, indem es in etwa ein bis zwei Sekunden hochfährt. Display Safety bietet eine Benutzeroberfläche für sicherheitsrelevante Funktionen. Beispiele sind Instrumente wie Geschwindigkeitsmesser und Kontrollleuchten.